Gemeinde Gelterkinden-Untergrund wird videografiert

Im Auftrag der Gemeinde Gelterkinden werden diverse Kanalisationsleitungen im Rahmen einer Überarbeitung des Generel-len Entwässerungsplans (GEP) gespült. In ungefähr 40 Arbeitstagen werden diverse Kanalisationsleitungen sowie Sauberwas-serleitungen von der Arpe AG auf Herz und Nieren geprüft.

 

 

Bei einer Abwasserkanalinspektion werden die Kanäle in einem ersten Schritt gründlich durchgespült. In einem zweiten Schritt werden sie dann mit einer Kamera inspi-ziert. Um sicherzugehen, dass keine Probleme oder Schäden vorliegen, ist bei einer Kanalisation alle fünf bis zehn Jahre ein solcher Check angezeigt. Auftragge-ber solcher Arbeiten sind Privatpersonen oder Gemein-den und Kantone.

Bericht nach Euro-Norm für den Kunden
Nach einer gründlichen Reinigung des Abwasserkanals mit einem Hochdruckspülgerät, das dank seines Wasser- recyclingsystems einen geringen Wasserverbrauch hat, werden die sauberen Leitungen mit einem TV–Kamerawagen untersucht. Unter anderem kann man so Ablagerungen, Risse, einen Muffenver-satz oder gar einen Leitungsbruch relativ problemlos feststellen. Dank des Kamera- verfahrens müssen keine Personen in den nasskalten Abwasserkanälen aus Beton oder Kunststoff arbeiten. Vielmehr können die Untersuchungen am Bild-schirm mit einem ausgerüsteten Spezial- fahrzeug durchgeführt werden. Mit einem Joystick wird eine ferngesteuerte Kamera auf Rädern losgeschickt. Diese kann in Leitungen ab einem Durchmesser von  150 Millimetern eingebaut und bis zu einer Grösse von 1 700 Millimetern ein- gesetzt werden. Die Ausmessungen erfolgen durch Laser, mit welchen der Roboter ausgestattet ist. Leistungsan-nahme einer solchen Fernsehaufnahme sind 700 Meter pro Tag.

Nach der Auswertung der Bilder und Videos erhält der Kunde einen ersten Bericht inklusive einer Empfehlung für eventuell notwendige Massnahmen. Die zu einem späteren Zeitpunkt erfolgende Detailanalyse dient der Gemeinde oder der Privatperson als Entscheidungs-grundlage für eine Sanierung oder ein Reinigungskonzept.

Unterhalt gleich Werterhalt
Unter den Begriff Kanalsanierung fallen Verfahrenstech-niken und Massnahmen zur Optimierung von Entwässe-rungssystemen. Erforderlich werden sie, weil verschie-dene unerwünschte Einflüsse die Leistungsfähigkeit der Abflüsse auch im privaten Bereich im Laufe der Zeit erheblich in Mitleidenschaft ziehen können. Ist eine Kanalisation begehbar, wird der Schaden nach Möglich-keit manuell repariert. Ist sie es nicht, übernimmt wiederum ein ferngesteuerter Roboter das Fräsen, Bohren, Injizieren, Spachteln, Schleifen oder sogar das Inlining der Kanalisation. Ein systematischer Unterhalt mit konsequenter Beseitigung von Verstopfungen und Schäden soll höchstmöglichen Werterhalt garantieren.